Über die Saturn/Pluto Konjunktion im Zeichen Steinbock am 12.01.2020

Anna PaulusAstrologie, Seminar, ZeitqualitätEinen Kommentar schreiben

Saturn ist die Planetenqualität der Grenzsetzung und konfrontiert uns mit der Realität. Am eindrücklichsten erleben wir ihn in der Auseinandersetzung mit unserem Körper und den damit verbundenen Prozessen von Altern, Gesundheit und Krankheit.
Auch das Gesetz von Karma ist an Saturn gebunden: Ich werde ernten, was ich gesät habe.

Pluto hingegen ist die Planetenqualität der Veränderung und der Wandlung. Er steht für unser Ego und unseren Eigenwillen. Daran geknüpft sind die eigenen Tabuthemen, welche sich im Schatten der Persönlichkeit widerspiegeln. Diese Seite wird meist in der Projektion sichtbar.
Die Aussöhnung mit der eigenen Schattenseite führt zur Selbstbestimmung.

Das Zeichen Steinbock steht für Ausdauer, Beharrlichkeit, Struktur und Einfachheit, jedoch auch Erstarrung, Unnachgiebigkeit, Angst und Panik.

Die Saturn/Pluto Konjunktion in diesem Zeichen bringt uns in Berührung mit der Verantwortung für die eigenen Regeln, die eigene Ordnung und den damit verbundenen eigenen Plan. So wird mit dieser aktuellen Zeitqualität die Illusion von scheinbarer Sicherheit und Autorität sichtbar, sowohl im gesellschaftlichen als auch im persönlichen Erleben. Jeder Einzelne ist gefordert, sich den eigenen Machtthemen in Bezug auf Verantwortung und Sicherheit zuzuwenden. Damit tauchen die Tabus von Manipulation und Missbrauch in Verbindung mit Sicherheit und Schutz auf:

Wo manipuliere und missbrauche ich selbst?
Wo werde ich manipuliert und missbraucht?

Um diese Fragen zu klären, braucht es die Verantwortung dem eigenen Schatten gegenüber. Dieser zeigt sich im Vorwurf und in den Erwartungen, welche ich an die Gesellschaft habe. Meist rühren diese aus vergangenen Erfahrungen in der Familie.
Jeder von uns möchte zugehörig sein und seinen eigenen Platz in der Gemeinschaft einnehmen. Wird dieser Platz verwehrt, verurteilt und in der Folge vielleicht sogar aberkannt, folgt hieraus ein Ungleichgewicht im System. Es liegt nun an jedem Einzelnen persönlich, entweder dem Weg des Machtanspruchs und der Rechtfertigung zu folgen, oder die Berührung mit der eigenen Verletzung und dem eigenen Schmerz über vergangene Zurückweisung, Vorwurf und erfahrene Dominanz zu wählen und hieraus die Identifikation mit der eigenen Persönlichkeit entfalten zu lassen.

Ich nenne das: Die eigenen Autorität zu leben.

Wenn ich mir selbst gegenüber ehrlich und aufrichtig bin, braucht es keine Masken und Rollenbilder dem Umfeld gegenüber, um tätig zu werden. Es genügt zu wissen, was ich fähig bin, zu tun und was nicht. Hieraus ergibt sich, was ich will und was ich in der Folge auch verantworten kann.

Ich selbst erlebe ebendiese Momente, in welchen ich für mich und meinen Platz in der Gemeinschaft einstehe, weder erhaben noch siegreich. Vielmehr sind diese Augenblicke geprägt von dem Wissen um die Möglichkeiten einer Entscheidung, sowie der Gefahren, welche auf diesem Weg liegen.
Die Schwere der Verantwortung kann ich physisch wahrnehmen und sie fordert mich auf zur absoluten Konzentration. Es stellt sich ein Gefühl ein, von unausweichlich und stimmig zugleich.

Ebenso erlebe ich Situationen, in welchen ich mit dem freien Willen meines Umfeldes konfrontiert bin und mich dem Leben selbst beugen muss. Dies fordert mich in Demut und Gelassenheit. Die größte Erkenntnis hierbei ist, dass mein Platz und meine Bestimmung nicht daran gebunden sind, ob ich gewinne oder verliere, ob ich angenommen oder abgelehnt, anerkannt oder kritisiert werde.
All dies sind Erfahrungen, welche dazu führen, dass ich stetig in meiner Autorität wachse, wenn ich sie denn annehmen kann.

Unabhängig davon, dass dies meine grundsätzliche Lebenseinstellung ist, wird diese Haltung durch die aktuelle Planetenkonstellation von uns allen gefordert. Wir alle müssen uns den Bereichen zuwenden, in welchen es ein Ungleichgewicht zwischen Macht und Verantwortung, zwischen Führung und Fürsorge gibt. Weder die Haltung der Unterwürfigkeit noch die der Dominanz stehen zur Verfügung.
Aus meiner Sicht braucht es derzeit das individuelle Einlassen und die Zustimmung zu einer persönlichen Aufgabe in einer Gemeinschaft.
Damit verbunden ist für mich die tiefgreifende Erkenntnis:
Auch wenn ich Individualist bin, bin ich Teil einer Gemeinschaft. Zuerst bin ich Mensch und in dem, Teil der Natur.

Derzeit tauchen bei uns allen die Fragen nach der Substanz auf:
Auf welchem Fundament steht meine Persönlichkeit?
Auf welchem Fundament steht unsere Gesellschaft?

Ich muss wissen, wer ich bin, was ich will und was ich brauche. Wenn mein Umfeld und meine Lebenssituation nicht mit meiner inneren Haltung übereinstimmen, so wird diese sich auflösen und verändern. Unzufriedenheit, Wut, Sehnsucht und Angst sind die Symptome für notwendige Veränderungen.

Chaos und Konflikt folgen, wenn ich mich auf diese Veränderungen einlasse und beginne, mich transparent mit meinen Bedürfnissen und dem, was ich wirklich will, zu zeigen.
Im Weiteren bin ich in der kompromisslosen Verpflichtung mir selbst gegenüber gefordert. Dies bedeutet, zu mir zu stehen, auch wenn mir meine Schatten begegnen. Wenn wir lernen, diese an die Hand zu nehmen, entstehen Rücksicht und Vorsicht. Beides ist unabdingbar in der aktuellen Bewegung. Die Herausforderung liegt darin, sich weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft zu verlieren. Es geht darum, das zu tun, was jetzt gerade ansteht, mit dem, was mir jetzt gerade zur Verfügung steht.

Herz über Kopf, dabei mit beiden Beinen am Boden. Das ist für mich die Kernaussage der Saturn/Pluto Konjunktion. Dazu muss ich mir ein Herz fassen, um den ersten Schritt zu gehen und mich in meiner eigenen Haltung und Positionierung zu zeigen.
Ich werde mich der Gefahr von Kritik und Vorwurf stellen müssen, ohne hierbei in der Selbstverurteilung oder Ohnmacht hängen zu bleiben. Es geht darum, mir bewusst zu werden darüber, wer ich bin. Hieraus folgt die Stärke, aus welcher ich die Konsequenzen meines Tun abwägen kann und somit weder stur an einer Entscheidung und bestehenden Strukturen festhalten muss, noch aus Angst vor einer Veränderung gar keine Entscheidung treffen möchte.

Es gibt nichts zu verlieren. Es gibt nur die Erfahrung zu gewinnen.

Durch einen Blick auf dein Horoskop kannst du deine ganz persönlichen Herausforderungen und Chancen mit der Saturn/Pluto Konjunktion erkennen. Das astrologische Haus deines Horoskops, in welchem das Zeichen Steinbock steht, zeigt deine persönliche Lebensbühne, auf welcher du die aktuelle Zeitqualität erlebst. Die Planeten, welche in deinem persönlichen Horoskop im Zeichen Steinbock stehen oder mit der aktuellen Saturn/Pluto Konjunktion verbunden sind, zeigen deine Persönlichkeitsanteile, welche sich gerade in Überprüfung und Veränderung befinden.

Im Seminar Horoskop-Aufstellung, vom 13. – 15.12.19, kannst du diese unterschiedlichen Faktoren deines Horoskop zueinander in Aktion erleben.

Anmeldung und Infos: paulus.anna@t-online.de

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